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Familiennachrichten von Ostern 1959
von Georg von der Grün

als pdf Download: Familiennachrichten Ostern 1959

 

 

Mitteilungen der Familie von der Grün

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Nr. 1 Ostern 1959

 

 

Meine lieben Stammesvettern !

 

In wenigen Monaten werde ich 70 Jahre alt. Seit meinem 20. Lebensjahr gehört meine ganze freie Zeit der Erforschung  unserer Familiengeschichte. In ungezählten Stunden habe ich aus Kirchenbüchern, Archiven und Bibliotheken Tausende von Einzelangaben über die v. d. Grün zusammengetragen. – Leider hat sich mein ursprüngliches Idealziel, eine gedruckte Familiengeschichte zu schaffen, nicht verwirklichen lassen.

Deshalb sollen, solange ich noch arbeiten kann, wenigstens unseren früheren „Nachrichten“ als ein gemeinsames Band wieder aufleben und Kunde meiner Arbeit geben. – Allerdings ist es mir nicht mehr möglich, die vielfachen Kosten der Forschung allein zu tragen; ich bitte und erhoffe vielmehr, dass die lieben Verwandten mittels einer Zahlkarte ab und zu – am besten monatlich – einen angemessenen Beitrag beisteuern; andernfalls müßte ich eben die Forschungsarbeit einstellen. – Erwünscht sind Mitteilungen aller Geburten, Trauungen und Sterbefälle sowie sonstiger Ereignisse in der Familie für die Stammtafel und die Mitteilungen.

 

Familientag Nürnberg 1958

 

Im Nürnberger Adressbuch stehen etwa 20 v. d. Grün. Auch in der näheren Umgebung wohnen deren viele. Sie stammen meist aus Lindenhardt und Creußen. Es war naheliegend, diese alle einmal zu einem Treffen in Nürnberg zusammenzuholen. Ich schrieb die Einladungen und Vetter Ernst, Rötenbeckstr. 22, besorgte für Samstag, den 12.7.1958 um 15 Uhr ein nettes Lokal in der historischen Gaststätte zur Mauthalle. Der Besuch war sehr gut; 45 Teilnehmer im Alter von 12 – 82 Jahren. Manche hatten schon den Pegnitzer Familientag 1926 mitgemacht. – In der kurzen Zeit, die zur Verfügung stand, konnte ich nur einige Ausschnitte aus der Familiengeschichte schildern, nämlich

  1. die Frühgeschichte und Wappengemeinschaft anhand der Urkunde von 1318, in welcher der erste Träger unseres Namens, Conrad von der Grun (340), erscheint,
  2. das ritterliche Turnierwesen zum Bild eines Turniers zwischen Herzog Johann von Sachsen und Wilhelm v. d. Grün (433) 1506 zu Kulmbach,
  3. den 30-jährigen Krieg und die Gegenreformation an Bildern des Generaladjudanten Joh. Christoph v. d. Grün (387) und seines Schlosses Bottmingen bei Basel sowie am Porträt der Sabina Barbara von Rabenstein (395), geb. v. d. Grün, um 1670 von dem berühmten Nürnberger Kupferstecher Sandrart gestochen.

 

Eine getreue Reproduktion dieses dekorativen und für Geschenkzwecke sehr geeigneten Bildnisses kann von mir um 15 DM bezogen werden. Das Photo der Urkunde kostet 3 DM; zu beiden wird eine Erläuterung mitgeliefert.

 

Werden und Vergehen.

 

Geboren: 28.2.1957 Benno Paul Ludwig,

Sohn des Regierungsassessors Siegfried v. d. Grün in München, Bechsteinstr. 7

  22.2.1958 Hubert Ludwig,

   Sohn des Revierförsters v. d. Grün in Schnaittach

  13.6.1958 Gunnar Detlef Arthur 

Der Vater Wilhelm v. d. Grün (aus Nürnberg) ist seit 1.4.1958 Direktor einer   Aluminiumgießerei in Villingen (Schwarzwald)

Getraut wurden in Thurndorf die Geschwister Anna v. d. Grün mit dem Bauunternehmer 

Ludwig Eller am 18.6.1955 und ihr Bruder Georg mit Kunigunda Zitzmann von 

Willenreuth am 15.1.1957. Er ist der letzte v. d. Grün in Thurndorf; der erste 

Thurndorfer war Ulrich, der dort um 1495 auftaucht   und vom Scharthammer bei 

Pegnitz abstammt.

Gefallen ist im September 1944 in Frankreich Franz v. d. Grün, geb.1907  in

 Thieroldsreuth bei Thurndorf, Drogist in  Regensburg. Seine Frau Therese, geb.

 Fuchs, hat in Regensburg, Landshuterstr. 25 ein Lebensmittelgeschäft gepachtet. Die

 Tochter Maria geb. 1937, will Apothekerin werden und studiert seit November 1958

 in München. Der Sohn Bernd, geb.1940 besucht  das Gymnasium in Metten.

Im Osten fielen die Brüder Christian, Steinmetz in Nürnberg, an 25.10.1941 und Friedrich, Schlosser, in Februar 1942. 

Dieser hinterließ eine Frau Anna und 2 Töchter Betty, geb.1932 und Elfriede, geb.1934. Ein weiterer Bruder, Leopold, Automechaniker, ist seit 30.8.1941 vermißt. Diese 3 sind Söhne von Vetter Christian, Metallarbeiter in Nürnberg-Buchenbühl, zum Felsenkeller 8 und dessen am 9.11.1957 verstorbener Ehefrau Babette, geb, Schramm. Diese tapfere Frau war Mutter von 13 Kindern; 4 starben in frühester Jugend, 8 Söhne und l Tochter erzog sie zu gesunden und tüchtigen Menschen. Wilhelm lebt in Villingen, die übrigen wohnen alle in der freundlichen Siedlung Buchenbühl, jeder in seinem Eigenheim mit Garten.

Kurt v. d. Grün, Kaminkehrermeister in Aschaffenburg, kam in Polen an

13.1.1945 schwerverwundet in Gefangenschaft. Seitdem fehlt jede Spur. Seine 

Frau Amalie lebt mit ihrem Kinde Herta Gisela, geb. 1944 in Aschaffenburg, 

Scharnhorstraße l6.

Vermißt ist auch noch das Brüderpaar Anton und Georg v. d. Grün. Sie sind die Söhne unseres Vetters Franz, Regierungsoberinspektors in Miesbach, der vor einigen Jahren heimgegangen  ist und der sich als langjähriger Schatzmeister unserer Familienkasse ein ehrendes Andenken gesichert hat. Antons Frau lebt in München. Georgs Familie (Ehefrau Katharina und 2 Töchter) in Miesbach-Neumühle. Die Schwestern  von Anton  und Georg sind Wilhelmine, Fürsorgerin am Gesundheitsamt in Rosenheim, Höttingerstr. 6 und Dr. med. Rosa, staatl. Fachärztin am Gesundheitsamt Ansbach, Güllstr. 14.

 

          Sonstiges.

 

Nach Texas (USA) ausgewandert ist im Dezember 1956 der Drogist Otto v. d. Grün mit seiner Ehefrau Ursula, geb. Bunde, und seinen Kindern Hans Dieter, geb.1946, Wolfgang, geb.1948 und Ilona, geb.1953.

 

Ernst, Rötenbeckstr. 22 in Nürnberg, wurde zum städt. Verwaltungsoberinspektor befördert.

 

Unseren geistlichen Vetter Johannes v. d. Grün wurde als seine erste Pfarrstelle die kath. Pfarrei Großkarolinenfeld bei Rosenheim übertragen. Seine herzliche Grußbotschaft erfreute den Familientag.

 

Versetzt wurde der Postsekretär Hans v. d. Grün von Burghausen nach München, Stiftprobst-  Türkstr. 1.  Seine Tochter Edeltraud heiratete am 8.5.1957 den Diplomvolkswirt Wolfgang Kauffmann in Ditzingen. Helmut, geb.1937, Hermann, geb.1939, Peter, geb.1942 und Ingeborg, geb. 1948 sind noch im Elternhause.

Ich selbst zog 1938 in mein Haus in Vaterstetten, 15 km von München- Ostbahnhof. Zugleich wurde ich an die Schule München-Waldtrudering versetzt, wo ich 1942 Rektor wurde. Seit 1954 bin ich im Ruhestand. Tochter Eva, geb 1918, seit 1940 verheiratet mit Lehrer Johannes Küfner (4 Kinder), in Baldham, Tochter  Irmgard, geb. 1922, verheiratet mit Studienlehrer Wilhelm Spalteholz an der Berufsschule München (2 Kinder) in München 59, Kästlenstr.8 - gibt in Summa 6 Enkelkinder !

 

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Herausgeber :  Georg v. d. Grün in Vaterstetten bei München, Postscheckkonto München 

22 862.

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