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Familiennachrichten vom August 1921 als pdf Download: August_1921 Hier finden Sie die Liste aller lebenden von der Grün´s, die Georg von der Grün 1921 bekannt waren. Nachrichten der Familie von der Grün.
No. 3 (Beilage : Verzeichnis der gegenwärtig lebenden von der Grün 10. August 1921
Aufruf zur Grundlegung einer Familienstiftung ! Liebe Stammesvettern ! Die Erforschung und Pflege unserer Familiengeschichte ist nicht bloß Liebhaberei und Zeitvertreib, sondern hat nicht zuletzt auch den sehr wichtigen praktischen Zweck, unsere Familie innerlich und äußerlich wieder zu heben. Allerdings wird die innere Kraft, welche aus der Familiengeschichte strömt, erst voll zur Wirkung kommen, wenn sie einmal als Buch jedem einzelnen zugänglich sein wird. Dann erst wird sie Familiensinn, Zusammengehörigkeitsgefühl und gesunden Familienstolz mächtig wecken und stärken und die Erinnerung an die lange und reiche Vergangenheit unseres Geschlechtes lebendig erhalten für alle Zeiten. Was bei unseren Ahnen durch die Erzählung des Vaters und Großvaters, dem Sohne und Enkel von Mund zu Mund überliefert worden aber jetzt schon seit Jahrhunderten vergessen ist, das wird aus dem Buche wieder auferstehen und, lebendig geworden, Kinder und Kindeskinder zum Wiederaufstieg begeistern. So wird die Familiengeschichte eine innere, starke Stütze unseres Geschlechtes werden ! Da aber der volle Einfluß der Familiengeschichte jetzt noch nicht wirken kann und für sich allein auch nicht ausreichend wäre, den sozialen Wiederaufstieg unserer Familie anzubahnen, mache ich folgenden Vorschlag: Wir errichten mit einem Kapital von etwa 5000 M eine Familienstiftung und geben die Zinsen daraus alljährlich einem begabten und würdigen v. d. Grün, der seine Bildung durch den Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule erweitern (und dadurch sozial aufsteigen) will, als Stipendium. Aufgebracht ist der Grundstock sehr leicht, wenn jeder ungefähr 100 M zeichnet und sich verpflichtet, den gezeichneten Betrag innerhalb 2er Jahre zu entrichten. Die Zahlung könnte ganz nach Belieben entweder sofort auf einmal oder in jährlichen, halbjährlichen, vierteljährlichen, ja selbst in monatlichen Teilbeträgen erfolgen. Natürlich sind auch geringere Beiträge willkommen, doch möge man bedenken, daß es sich um eine Stiftung, also ein großes, einmaliges Werk handelt und heutzutage eine Summe von 100 M bei diesen günstigen Zahlungsbedingungen auch für den „Ärmsten“ unter uns erschwinglich sein dürfte. Freilich können die Zinsen von 5000 M bei der heutigen Geldentwertung kein durchgreifender Erziehungsbeitrag sein. Aber es ist doch wohl mit Sicherheit zu hoffen, daß der Wert des Geldes in Zukunft wieder steigen und das Stiftungskapital - wenn nur erst einmal der Grundstock da ist - sich im Laufe der Zeit durch Schenkungen oder testamentarische Zuwendungen vergrößern wird. Heute kommt es lediglich darauf an, das Bäumlein einmal zu pflanzen; entwickeln wird es sich dann ganz von selbst. Stammesgenossen ! Fühlt Ihr, daß es sich hier um die Grundlegung eines Werkes handelt, welche für das Gesamtgeschlecht und für jeden Einzelnen von allergrößter Bedeutung ist? Könnt Ihr widersprechen, wenn ich behaupte, daß der Niedergang unseres Geschlechtes verhütet worden wäre, wenn schon vor 200 oder 300 Jahren eine gedruckte Familiengechichte und eine Familienstiftung bestanden hätten? Gewiß nicht. Wohlan, dann reicht den bedürftigen jungen Leuten Eures Stammes, die sich heraus- und emporarbeiten wollen, Eure hilfreiche Hand ! Bedenkt, wieviele Not Ihr lindern helft und daß Euch der Dank aller nachkommenden Geschlechter sicher sein wird ! Versagt Euren Beitrag nicht dem Werke, das, gemeinsam geschaffen in schwerster Zeit, unsere erste Tat zum Wiederaufstieg sein muß! Es ist christliche Nächstenliebe, die Ihr da erweist Eurem eigenen Fleisch und Blut ! Für die Zeichnungen, über deren Eingang in den „Nachrichten“ öffentlich quittiert wird, bitte ich die beiliegende Postkarte zu benützen. Ich lege hiermit durch einen Beitrag von 100 M den Grundstein. Georg von der Grün. Die gegenwärtig lebenden von der Grün und ihreAbstammung. Wieviele von der. Grün mag es wohl heute noch geben? Auf diese Frage, die sich gewiß jeder Geschlechtsangehörige schon gestellt hat, gibt das beiliegende Verzeichnis die beste Antwort. Wie sich darnach feststellen läßt, leben heute 57 Familien und großjährige, einzelnstehende von der Grün, mit Einschluß der Frauen und Kinder sind es rund 180 Personen. Die Gefahr des Aussterbens der Familie liegt also vorerst noch in weiter Ferne; glänzen doch unter den Familienvätern solche mit 4 und 5 Söhnen ! Alle heute lebenden von der Grün lassen sich nach den bisherigen Forschungsergebnissen auf vier Stammväter zurückverfolgen, und zwar : No. 1 - 23 (24) auf Konrad von der Grün zu Lindenhardt (1614 - 1694) No. 25 - 33 auf Michael von der Grün zu Schwürz (um 1700) No. 34 - 53 auf Georg von der Grün zu Thurndorf ( = 1613) No. 54 - 57 auf Georg von der Grün zu Thurndorf (1708 - 1786) Die weitere Aufgabe der Forschung muß es nun sein, den Zusammenhang zwischen diesen vier Stammvätern unter sich und mit den auf Stammtafel I verzeichneten von der Grün aufzusuchen. Konrad und Michael werden wohl nahe Verwandte gewesen sein; denn Lindenhardt und Schwürz liegen nur 2 Kilometer voneinander entfernt. Ebenso ist ein naher Zusammenhang zwischen den beiden Thurndorfer Stämmen sehr wahrscheinlich, wenn auch der jüngere Georg - wie erzählt wird - nicht aus Thurndorf stammte, sondern aus einem Nachbardorfe zugewandert sein soll. Alle vier Stammväter aber sind zweifellos Abkömmlinge der auf den Eisenhämmern an der Fichtenohe (Scharthammer, Wolfslohe, Ober- und Unterleubs) ansässig gewesenen Hammermeister. Darauf deutet schon die Lage der 3 Stammorte hin : Lindenhardt liegt nur 2 km, Schwürz etwa 4 km und Thurndorf etwa 10 km von der Fichtenohe entfernt. Allerdings sind die ferneren Nachforschungen in dieser Richtung nicht leicht, denn die für die Familiengeschichte gewöhnlich in Betracht kommenden Quellen sind ziemlich erschöpft. Doch wird auch hier Ausdauer (oder vielleicht ein glücklicher Zufall) zum ersehnten Ziele führen. Ihrer Heimatscholle haben weitaus die meisten der jetzt lebenden von der Grün, oder schon deren Väter unter dem Zwang der wirtschaftlichen Verhältnisse Lebewohl gesagt; sie sind in der weiten Welt zerstreut und nur ganz wenige sitzen noch in der alten Heimat. Geschlechtsältester (Familiensenior) ist seit 15. Juni 1921 Herr Johann von der Grün in Nürnberg, Untere Mentergasse 1. Werden und Vergehen. Vermählte: 10.VII.20 Helene von der Grün, geb. Falk, Witwe des am 27.II. 16 als Matrose an einer Kriegsverletzung gestorbenen Bahngehilfen Heinrich von er Grün in Lauf, mit Johann Schapper in Lauf. 23.VII.20 Marie von der Grün, Tochter des Schreinermeisters Joh. von der Grün in Bayreuth mit Michael Häsner, Fleischer in Spremberg (Lausitz) Markt 21/II. 30.VII. 21 Johann von der Grün, verwitweter Taglöhner in Weißenbrunn (Sachsen) mit Anna Hofmann aus Steinpleis. Geborene: 4.I.20 Max Helmut, Sohn des Bahnarbeiters Max von der Grün in Steinpleis. 7.II.20 Leopold, 6. Sohn des Polierers Christian von der Grün in Nürnberg. 24.VI.20 Konrad Hubert, 1. Kind des Gutsverwalters Konrad von der Grün in Unterhaching.
4.VIII.20 Erwin, 1. Kind des Maschinenschlossers Hans von der Grün in Rehau. Seite 2 der No. 3 vom 10.August 1921 Gestorben: 15.VI.21 Der Geschlechtsälteste Martin von der Grün, ehemaliger Bäckermeister in München, Baaderstr. 67/I im 81. Lebensjahre. Er war geboren am 3.IV.1841 zu Schnabelwaid.
Mitteilungen: Die Spenden zur Familiengeschichtskasse sind in den letzten Monaten so reichlich geflossen, daß ich mich entschlossen habe, auch das andere große Werk, die Familienstiftung, in Angriff zu nehmen. Wir können beides gleichzeitig durchführen, wenn alle mithelfen. - No. 4 soll unseren gefallenen Helden gewidmet sein, No. 5 wird voraussichtlich eine längere Abhandlung über das Wappen mit einer farbigen Abbildung desselben bringen.
Herausgeber: Georg von der Grün, München, Clemensstr. 32. Seite 3 der No. 3 vom 10.August 1921 |
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